UNSERE  GESCHICHTE 

Unsere Geschichte beginnt in Wien, wo wir uns 2015 beim Schauspielstudium trafen. Das Studium stärkte unsere künstlerischen Ansätze, und obwohl wir als Personen verschieden sind, arbeiten wir gut im Team. Wir schätzten nicht nur die Ergebnisse der Zusammenarbeit, sondern auch uns persönlich. Wichtig ist es für uns vor allem Respekt und gegenseitige Unterstützung.

Unsere enge Arbeits- und Freundschaft hat sich über die Jahre erhalten und ist stärker geworden, trotz unterschiedlicher Orte und Zeitzonen. Durch wöchentliche Zoom-Gespräche blieben wir in Kontakt. Treffen waren selten, aber intensiv, geprägt von persönlichem Ideenaustausch.

Im Herbst 2020 drehten wir unsere erste selbstgeschriebene Szene und entdeckten die Freude daran, unsere eigene Geschichte zu gestalten. Weitere gemeinsame Szenen ermutigten uns, professioneller zu werden und führten zur Produktion unseres ersten Kurzfilms "Die Frage nach dem Fenster".

Durch die positive Erfahrung entschieden wir, dem Projekt einen Namen zu geben: das vulpecula collective, mit einem dazugehörigen Logo. Damit wollen wir unsere kreativen Ideen und Projekte weiter vorantreiben.

VULPECULA - was heißt das?

Die Suche nach einem passenden Namen für unsere Künstlergruppe dauerte eine Weile. Nachdem wir uns während der Schauspielausbildung gefunden hatten, nannten wir uns der "foxes" (Füchse). Wir können uns nicht mehr genau erinnern, wie wir auf diesen Namen gekommen sind, aber der Fuchs symbolisiert für uns eine besondere Stärke, die nicht sofort sichtbar ist, sich aber nach und nach zeigt. Das erlaubte uns, unsere Projekte in Ruhe zu planen und umzusetzen, ohne von anderen beobachtet zu werden.

Auf der Suche nach einem Namen stolperten wir zufällig über das Sternbild des Füchsleins (lat. vulpecula). Die Sterne dieses kleinen Fuchses leuchten nicht besonders hell, aber er befindet sich im Zentrum der Milchstraße und enthält wichtige wertvolle Himmelskörper. Dieses Sternbild schien uns perfekt, um unser Kollektiv zu zeigen.

Wir wollen ein Kollektiv aufstrebender Künstler*innen sein, die gemeinsam und gleichberechtigt ihre Ideen umsetzen. Wie Sterne, die durch das Zusammenspiel verschiedener Elemente leuchten, wollen wir uns durch vielfältige Perspektiven weiterentwickeln. Unser Ziel ist es zu wachsen, inspiriert von der grenzenlosen Weite des Universums. Dabei wollen wir stets unsere künstlerischen Standards und die Bedeutung unserer Anliegen erhalten. Das ist das vulpecula collective. Das sind wir. Und wir stehen erst am Anfang.

Unsere Motivation 

Unsere Reise zu den Sternen begann in einer schwierigen Zeit während der Corona-Pandemie. Die Welt war von der Krise betroffen, und auch das kulturelle Leben stand still. 

Nach der Ausbildung standen wir als angehende Schauspielerinnen vor dem Problem, dass geplante Projekte abgesagt wurden und keine neuen Chancen aufkamen. 

In dieser schwierigen Zeit wurde uns klar, dass wir uns in unserer künstlerischen Arbeit nicht mehr von äußeren Umständen beeinflussen lassen wollten.
Die Corona-Krise war nur ein Beispiel. Als Schauspielerinnen hatten wir oft wenig Einfluss darauf, welche Geschichten wir erzählen sollten. Wir mussten manchmal Angebote ablehnen, weil wir sie aus moralischen Gründen nicht vertreten konnten, sei es wegen rassistischer oder sexistischer Inhalte oder aufgrund der Art der Umsetzung. Wir wollten nicht um jeden Preis spielen. Wenn uns die Branche nicht genug Möglichkeiten geben kann, uns künstlerisch auszudrücken, beschlossen wir aktiv zu werden und nach den Sternen zu greifen.

Unsere träume

Unsere grundidee

Unsere Idee ist, dass die Sachen, die wir machen, fair für alle sind. Das ist uns wichtig, besonders wenn es darum geht, gegen Diskriminierung in unterschiedlichen Formen vorzugehen. Die Produktionen des vulpecula collectivs sollen feministisch sein. 

Unsere vorgehensweise

Wir möchten uns mit unserer Arbeit gegen verschiedene Formen der Diskriminierung einsetzen, wie zum Beispiel Sexismus, Homo- und Transphobie, Rassismus und weitere. Das vulpecula collective steht für Geschlechtergerechtigkeit, Female Empowerment, vegane Produktionen und Nachhaltigkeit.
In unseren Projekten wollen wir Vielfalt unterstützen, sowohl in der Crew als auch bei den Darsteller*innen. Wir wollen besonders daran arbeiten, Klichees entgegenzuwirken. Inklusive Arbeit ist uns wichtig, nicht nur bei der Besetzung und dem Team, sondern auch für unser Publikum. Wir möchten unsere Produktionen in Versionen für Menschen mit Seh- und Hörbehinderungen anbieten und unsere Inhalte auf dieser Website in einfacher Sprache zugänglich machen. Wir möchten respektvoll sprechen und werden das aktiv umsetzen.
In unseren kommenden Projekten werden wir darauf achten, verschiedene Sprachen und Dialekte einzubeziehen.
Wir gehen vielleicht nicht nach den üblichen Regeln vor, aber wir lassen uns nicht von den üblichen Anweisungen der Branche begrenzen. Das macht das vulpecula collective aus.

Unsere richtung

Unsere Art zu gestalten ist genauso bunt wie unsere Vorgehensweise.

Bei unserem ersten Kurzfilm "Die Frage nach dem Fenster" haben wir uns auf Ängste in Bezug auf Sprache konzentriert, besonders bei der burgenlandkroatischen Volksgruppe.

In Zukunft möchten wir mit unseren Projekten genauso vielfältig sein wie unser Kollektiv. 

Wir wollen uns nicht auf eine bestimmte Kunstform, ein Genre oder endgültige Themen festlegen. Unsere Ausrichtung soll so umfassend sein wie das Universum, das uns inspiriert hat. Trotzdem ist es uns wichtig, uns regelmäßig mit wichtigen gesellschaftlichen Themen zu beschäftigen. Unterhaltung ist auch wichtig, aber sie sollte immer passend zu den Themen sein.

Wenn es geht, möchten wir einen Teil der Einnahmen bei relevanten gesellschaftspolitischen Themen an ausgewählte Organisationen spenden, je nach Erfolg unserer Produktionen.

Unsere Art zu arbeiten 

Bei unseren Projekten wollen wir eine professionelle und gleichzeitig familiäre Atmosphäre schaffen. Freude am künstlerischen Ausdruck ist uns wichtig. Wir unterstützen Künstler*innen so gut wie möglich und achten auf ihre Talente und Bedürfnisse. In unseren Produktionen soll jeder die Möglichkeit haben, mitzureden und Vorschläge zu machen, egal welche Position man hat. Wir möchten, dass verschiedene Sichtweisen beachtet werden, und unsere Projekte sollen von Zusammenarbeit und wenigen Hierarchien bestimmt sein.

Unabhängig von der Position machen wir allen Mut, aktiv teilzunehmen und die Geschichten mitzugestalten. Bei schwierigen Themen recherchieren wir gründlich, sprechen mit Expert*innen und Menschen die direkt betroffen sind.

Wir setzen uns für ein sicheres Arbeitsumfeld ein, besonders bei intimen Szenen. 

Informationen zur Hilfe oder Unterstützung #we_do! sind Teil unseres Einsatzes.

Alle, die unsere Grundsätze gegen Diskriminierung teilen, sind willkommen.

Wir möchten aktiv mit passenden Organisationen und Vereinen zusammenarbeiten und bei Bewerbungen von Personen aus benachteiligten Gruppen, wenn die Qualifikation gleich ist, den Vorzug geben.

In einer Arbeitsumgebung, in der Menschen von Diskriminierung betroffen sind ist Toleranz, Offenheit und Rücksichtnahme wichtig, damit jeder genug Raum hat, einfach sie selbst zu sein.

Unsere Ziele

"In anderen Menschen das, was uns verbindet, durch das gemeinsame Element der Kunst erkennen.”

Wir sehen Kunst als etwas, das Dinge verändern kann, sowohl für uns, die wir Kunst machen, als auch für die Leute, die es sehen. Ob Kunst uns zum Lachen bringt, nachdenklich macht oder wütend, wichtig ist, dass sie etwas bewirkt.

Wir möchten nicht nur, dass die Leute durch unsere Kunst ihre eigenen Gefühle ausdrücken können, sondern auch, dass sie darüber nachdenken und ihre Meinungen überdenken. Wir wollen dazu anregen, kritisch zu denken und sich selbst und andere besser zu verstehen.

Unsere Kunst soll helfen, dass sich Menschen in unseren Geschichten sehen können und gleichzeitig dazu beitragen, dass sie andere besser verstehen.

Wir glauben, dass jeder die Möglichkeit haben sollte, Geschichten zu erzählen, die ihre Kultur und Gemeinschaft zeigen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Vielfalt in der Kunst normal wird. So wollen wir alle Zuschauer*innen inspirieren und ihnen Freude durch Kunst bereiten.

Unsere Aussicht auf die zukunft

Mit unserem Team haben wir große Träume. Obwohl wir bei unserem ersten Kurzfilmprojekt schon einiges erreicht haben, konnten wir aus Geldgründen nicht alles umsetzen, was uns wichtig ist. Wir wollen uns stark gegen Diskriminierung einsetzen und daran durchgehend arbeiten, wenn wir neue Projekte machen.

Wir wissen, dass wir drei Gründerinnen, weiße Frauen aus der Mittelschicht, eine besondere Verantwortung haben. Wir werden sicherstellen, dass Menschen aus unterschiedlichen Gruppen in allen Teilen unserer Projekte mitmachen. Wir möchten unsere Privilegien nutzen, nicht um besser zu sein, sondern um mit anderen zusammenzuarbeiten.

Wir wissen, dass wir nicht perfekt sind und Fehler machen. Aber wir sind bereit, zuzuhören, zu lernen und besser zu werden. Wir freuen uns über Hinweise und konstruktive Kritik, besonders von Menschen aus unterschiedlichen Gruppen.

Trotz aller Herausforderungen hoffen wir, dass unser Team einen guten Einfluss auf die Kunstwelt haben kann und dass unsere Projekte erfolgreich sind.