Unsere Motivation
Am Beginn unserer Reise zu den Sternen stand eine tiefe Krise, die nicht nur uns betraf: Die Corona-Pandemie hielt die ganze Welt in Atem und hatte weite Teile des kulturellen Lebens zum Erliegen gebracht. Als Schauspielerinnen standen wir gerade erst am Anfang und der Abschluss unserer gemeinsamen Ausbildung lag noch nicht lange zurück. Jetzt, wo wir eigentlich künstlerisch abheben wollten, wurden wir auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Geplante Produktionen fielen und neue Angebote blieben aus. Vor diesem Hintergrund und inmitten der Krise reifte in uns langsam der Gedanke, dass wir uns in unserem künstlerischen Schaffen nicht länger in diesem Ausmaß von Faktoren abhängig machen konnten, die nicht in unseren Händen lagen. Und das betraf keineswegs nur die Corona-Krise: Als Schauspielerinnen hatten wir - je nach Produktion - nur wenig Einfluss darauf, welche Geschichten mithilfe unserer Gesichter erzählt wurden und in welcher Form dies geschah. Immer öfter kam es vor, dass wir Angebote ablehnen mussten, weil wir sie schlichtweg moralisch nicht vertreten konnten, egal ob es an der Geschichte selbst lag oder an der Art ihrer künstlerischen Umsetzung und Inszenierung. So sahen wir uns unter anderem mit rassistischen und sexistischen Inhalten konfrontiert.
Wir wollten spielen, aber nicht um jeden Preis.
Wenn uns die Branche aufgrund unterschiedlichster Faktoren nicht genügend Möglichkeiten bot, uns künstlerisch adäquat auszudrücken, dann mussten wir die Sache selbst in die Hand nehmen und nach den Sternen greifen.